Berichte aus der AbschiebehaftEdition Octopus, Softcover, 152 SeitenBerichte rund um die Abschiebehaft in der Justizvollzugsanstalt Büren. Thomas Bongartz wurde 1956 in Delbrück im Kreis Paderborn geboren, wo er heute als Justizvollzugsbeamter mit seiner Familie lebt. Seit 1976 ist er im Strafvollzug von Nordrhein-Westfalen tätig. Ab dem Jahr 1994 ist er auf unterschiedlichen Dienstposten in der Justizvollzugsanstalt Büren eingesetzt, augenblicklich als Koordinator der sozialen Dienste. Er ist verheiratet, hat fünf Kinder und zwei Enkelkinder. Als Gegensatz zu den täglichen Herausforderungen im Beruf ist die Familie als ruhender Pol in seinem Leben das Wichtigste. In seiner Freizeit schreibt er Berichte über seine Arbeit um interessierten Lesern Einblicke in das Leben hinter Gefängnismauern zu ermöglichen. Bitte besuchen Sie die Homepage des Autors und der Justizvollzugsanstalt Büren unter: www.thomasbongartz.de www.jva.bueren.nrw.deEin Kommentar von Harald Preusker(erschienen in der Juni-Ausgabe im Jahr 2009 der Zeitschrift „Forum Strafvollzug“)„Der Autor hat schon einige Beiträge über ausgewählte Themen im Bereich des Justizvollzuges veröffentlicht. Es ist ein in mehrfacher Hinsicht bemerkenswertes Buch. Zunächst fällt angenehm auf, dass es sehr prägnant und verständlich geschrieben ist, was insbesondere die Mitarbeiter des AVD freuen wird. Mit 152 Seiten ist es erfreulich kurz und in wenigen Stunden zu lesen.Aus dem Buch spricht ein bewundernswertes Engagement für den Beruf des Justizvollzugsbeamten. Sehr kenntnisreich schildert der Autor die kleinen und großen Probleme der Abschiebungsgefangenen im Alltag. Aber auch die Sorgen und Nöte der Bediensteten kommen nicht zu kurz. Die inhaltlichen Schwerpunkte der Arbeit in der Abschiebungshaft sind gut herausgearbeitet (S. 53). So sind die rechtlichen und praktischen Probleme der Unterbringung von Gefangenen im besonders gesicherten Haftraum verständlich herausgearbeitet. Ein anderer Schwerpunkt ist die Berufsethik des Justizvollzugsbeamten (S. 144). Der Autor gibt auch wertvolle Hinweise für den Umgang mit den Schwierigkeiten der multikulturellen Kommunikation in der Gefängnisszene (S. 117). Sehr eindrücklich wird die Bedeutung der sozialen Sicherheit für den Umgang mit Gefangenen dargestellt (S. 68). Der Autor berichtet noch über einige interessante Ereignisse in der Abschiebungshaftanstalt Büren, so etwa den Besuch des Anti-Folter-Ausschusses (CPT) des Europarats und eine islamische Hochzeit in der Anstalt.Man spürt zwischen den Zeilen, dass es dem Autor ein großes Anliegen ist, das Verhältnis zwischen Gefangenen und Bediensteten einerseits und zu den Ausländerbehörden andererseits optimal zu gestalten. Sein Motto ist: „Reden statt Anordnen“.Herr Dr.h.c. Harald Preusker ist Ministerialdirigent a.D. des Sächsischen Staatsministerium der. Justiz. Er gehört zur Redaktionsleitung der Fachzeitschrift „Forum Strafvollzug“.Die Zeitschrift „Forum Strafvollzug“ ist das Fachmagazin für den Bereich Strafvollzug und Straffälligenhilfe.