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Gellinek, Christian (Hg.) - Philipp-Scheidemann-Sammlung


[978-3-86991-083-3]

MV-Wissenschaft, Softcover, 1728 Seiten in 5 Bänden

herausgegeben und kommentiert von Christian Gellinek

Band I: Schriften von Kassel nach Kopenhagen
Band II: Erinnerungen eines [deutschen] Sozialdemokraten, Bd. 1
Band III: Erinnerungen eines [deutschen] Sozialdemokraten, Bd. 2
Band IV: [Dänische] Erinnerungen eines ausgewiesenen Staatsmannes a. D.
Band V: Politische Zusammenbrüche aus erweiterter Perspektive

I. Band: Dieser Eingangsband sucht den Zugang zu Philipp Scheidemanns Gesammelten Werken in der internationalen Solidarität, die von 1913-1919 zwischen den beiden sozialdemokratischen Parteien in Berlin und Kopenhagen herrschte. Europas erste sozialdemokratische Ministerpräsidenten, Philipp Scheidemann (1865-1939) und Thorvald Stauning (1873-1942), bemühten sich schon 1917, lange vor ihren Ernennungen in die höchsten Landesämter, um den europäischen Frieden. Einige unbekannte oder vergessene Dokumente aus der Stauning-Sammlung der Arbejderbevægelse Bibliotek bilden in Text, Abbildung und Karikatur eine Klammer zu Scheidemanns späterer Exilzeit 1934-39 in Kopenhagen, während derer er heimlich Ergänzungsmemoiren schrieb (vgl. IV. Band) und Stauning ihn hinter den Szenen vor Gefahren seitens der Gestapo im Exil schützte.
II. Band: enthält den ersten Band der Memoiren des »einfachen« Sozialdemokraten und Mitglieds des Reichstags, Philipp Scheidemann, aus der Sicht seiner gesamten politischen Erinnerungen bis 1927/28, verfasst in zwei Bänden in Berlin. Der gescannt wiedergegebene Text richtet sich nach der unveränderten, gleich paginierten einbändigen »Volksausgabe« desselben Verlags von 1930, und beträgt zusammen 886 S. Dadurch wird die Grundlage zu Vergleichen mit dem IV. Band gelegt.
III. Band: enthält den zweiten Band der Memoiren des »einfachen« Sozialdemokraten und Mitglieds des Reichstags, Philipp Scheidemann, aus der Sicht seiner gesamten politischen Erinnerungen bis 1927/28, verfasst in zwei Bänden in Berlin. Der gescannt wiedergegebene Text richtet sich nach der unveränderten, gleich paginierten einbändigen »Volksausgabe« desselben Verlags von 1930, und beträgt zusammen 886 S. Dadurch wird die Grundlage zu Vergleichen mit dem IV. Band gelegt.
IV. Band: Nach Hitlers Machtergreifung erarbeitete Scheidemann von 1936 bis 1939 Ergänzungen und eine Revision zu seinen Memoiren, hier gesammelt in einem Text, der nach dem authentischen Kopenhagener Nachlasstyposkript gesetzt ist. Er beruht auf Scheidemanns Diktaten dieser Periode, dessen Skripten vor dem Einmarsch der deutschen Truppen nach Dänemark sicher vergraben wurden und von Frau Friedel Thieme 1947 abermals gesichtet und, durch Kopenhagens Oberbürgermeister beglaubigt, der Tochter Luise Scheidemann nachgelassen wurden. Der letzte Anti-Hitler Aufsatz Scheidemanns von 1933 im Zürcher »Volksrecht«, den er vor seinem Exil noch unter eigenem Namen veröffentlichen konnte, wird zu Vergleichszwecken beigefügt.
V. Band: In diesem abschliessenden Band sind politische Pamphlete und gedruckte Reden aus den Kriegsjahren 1917-19 gesammelt, sowie eine unverblümte Diatribe gegen Adolf Hitler, seinen Amtsnachfolger vorgestellt, und dessen Buch »Mein Kampf« entlarvt, das 1937 in der New York Times überraschend gepriesen wurde. Dieses heute in Deutschland verbotene Buch wurde bis 1945 vom Vatikan ironischerweise niemals auf den Index Verbotener Bücher gesetzt. Es gelang dem Anonymus in Kopenhagen ebensowenig wie seinem Freund Ludwig Lore (vgl. den Brief vom 2. August 1937) in New York diese Schrift auf Deutsch oder in Englischer Übersetzung zu veröffentlichen.

This product was added to our catalog on Tuesday 04 May, 2010.