Ursachen, Auswirkkungen und wirtschaftspolitische HandlungsoptionenMV-Wissenschaft, Softcover, 167 SeitenMarktwirtschaftliche Ordnungen funktionieren allenfalls dann gesamtgesellschaftlich zufrieden stellend, wenn auf beiden Seiten des Marktes eine Machtbalance besteht. Während dies im Zusammenhang mit Anbietermacht regelmäßig thematisiert wird, finden sich nur vergleichsweise wenige Ausarbeitungen zur Ausbeutung der Märkte durch Nachfragemacht. Auch in der wirtschaftspolitischen Debatte wurde dieser Problematik abgesehen von einzelnen Episoden bislang nur wenig Aufmerksamkeit zuteil. Dies erstaunt umso mehr, als von der Ausübung der Nachfragemacht gerade die kleinen und mittleren Unternehmen in ihrer Funktion als Zulieferer zunehmend betroffen sind. Einerseits veranlasst die wirtschaftspolitisch mitverantwortete Schwächung der Endverbrauchernachfrage den Handel und die Großkonzerne, den selbst verspürten Druck auf die Vorstufen der Produktion durchzureichen. Andererseits akzentuieren die fortschreitende Konzentration auf der Abnehmerseite der Zulieferer und die Erschließung neuer weltweiter Beschaffungsmärkte diese Entwicklung noch. In der vorliegenden Untersuchung werden die Entstehungsursachen der Nachfragemacht, empirische Erkenntnisse dazu, einzel- und gesamtwirtschaftliche Auswirkungen so wie Politikoptionen systematisch aufgearbeitet. Dr. rer. pol. Heinz-J. Bontrup, Dipl.-Ökonom, Dipl.-Betriebswirt, ist Professor für Betriebswirtschaftslehre mit dem Schwerpunkt Arbeitsökonomik an der FH Gelsenkirchen. Seine Forschungsschwerpunkte sind sowohl betriebs- als auch volkswirtschaftlich ausgerichtet. Darüber hinaus ist er als einer der führenden Köpfe der Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik ausgewiesen und verfügt über langjährige Praxiserfahrungen als Arbeitsdirektor. Dr. rer. pol. Ralf-M. Marquardt, Dipl.-Volkswirt, ist eben falls Professor an der FH Gelsenkirchen. Seine Lehrgebiete sind Volkswirtschaftslehre und Quantitative Methoden. Als ehemaliger Hauptgruppenleiter bei der Deutschen Bundesbank gilt sein Hauptaugenmerk neben allgemeinen Fragen der Wirtschaftspolitik vorrangig der Entwicklung auf den Finanzmärkten.