My Account  |  Cart Contents  |  Checkout | 
 
English Deutsch

Heinrich. Martin - Autonomie und Schulautonomie


[3-86582-265-7]

MV-Wissenschaft. Paperback. 346 Seiten

Wenn in der Schulentwicklungsdebatte der 1990er Jahre auf den Autonomiebegriff rekurriert wurde. so vermischten sich dabei vielfach Vorstellungen. die sowohl auf das pädagogische Verhältnis. die LehrerInnenpro­fession als auch die Schule als Organisation abzielten. Mit dem Versprechen einer „erweiterten Autonomie“ konnten sowohl die pädagogische Freiheit der LehrerInnen wie auch die funk­tio­nale Autonomie der Schule gegenüber anderen gesellschaft­lichen Subsystemen gemeint sein. Auf den ersten Blick hingegen scheint es. als hätten sich die innerhalb dieser Reformbewegung kuranten Vorstellungen einer „Autonomie“ ausschließlich aus einem anderen. von der euro­päischen Theorietradition weitgehend unabhängigen Diskurs gespeist: den angloamerikanischen Vorstellungen einer organisationstheoretisch fundierten Schulentwicklung. Angesichts des jedoch nicht immer „theoriegeschichtlich-systematisch“ verfahrenden öffentli­chen Diskurses gehen die vorliegenden Untersuchungen dem­ge­gen­über von einer Konfundierung dieser Theorietradi­tionen aus. die nicht selten zu Missver­ständnissen. Fehlinterpretationen oder Umdeu­tungen führte. Aus diesem Grunde werden in der vorliegenden Studie die kontinentalen ideengeschichtlichen Quellen der pädago­gischen Autonomie rekapituliert. um den LeserInnen die Möglichkeit zu geben. auszuloten. inwiefern diese nicht im eigenen „Autonomiedenken“ stärker wirksam waren - und sind - als dies gemeinhin von vielen Schultheoreti­kerInnen angenommen wird.

This product was added to our catalog on Tuesday 29 August, 2006.