Facetten von SprachbewusstheitFlensburg University Press, Softcover, 225 SeitenFlensburg Linguistics: Applied and interdisciplinary Research (F.L.A.I.R.) Band 1Wer sprechen kann, kann auch denken über Sprechen: Sprachbewusstheit ist ein integraler Bestandteil menschlicher Sprachfähigkeit. Systematisch erforscht wird sie allerdings erst seit wenigen Jahrzehnten, inspiriert vor allem auch durch Lew Wygotskis „Denken und Sprechen“. Bereits Kleinkinder lernen in der Interaktion mit Erwachsenen und mit Gleichaltrigen sprachliche Zeichen aus ihrem Eingebundensein in einen Handlungskontext herauszulösen (zu dekontextualisieren im Sinne von Helga Andresen) und damit ihre sprachlichen und kognitiven Möglichkeiten auf immer wieder neue Stufen zu heben.Die Beiträge dieses Bandes – von ForscherInnen aus Germanistik, Anglistik, Psycholinguistik und Skandinavistik – befassen sich mit der Entwicklung von Sprachbewusstheit im frühen Spracherwerb, mit didaktischen Fragen zur Sprachbewusstheit in Schule und Hochschule, unter Polyglossiebedingungen, im landessprachlichen Unterricht, im DaZ- und Fremdsprachenunterricht sowie bei Gehörlosen und schließlich mit sprachtheoretischen Perspektiven auf Sprachbewusstheit.Die Herausgeber lehren an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg und den Universitäten Flensburg und Oldenburg.