Prospero Verlag, Broschur, 190 SeitenVenedig! Zahlreiche Künstler hat die Stadt angeregt, viele sind dem Virus Venedig verfallen. So auch François Loeb, Autor zahlreicher Kurzgeschichten, die in diversen Bänden ge- und versammelt sind. Die einmalige Lagunenstadt lädt zum Träumen ein. Beim Autor Loeb auch zum Albträumen. Zum Weben von Spinnennetzen, in denen die durch die Stadt wehenden Buchstaben sich verfangen. Sich (ver)dichten. Zu heimlich unheimlichen Geschichten mutieren. Was kann nicht alles in der Calle degli Assasini geschehen? An der mittelalterlichen Orgel San Marcos, im noblen Fischgourmettempel, oder am abgefeierten Welttubistentag! Was geschieht, wenn der Honigmond über Venedig scheint, im Theater La Fenice die Schneeflocken tanzen, der Beichtstuhl von San Maurizio den Besucher festhält und die siebenblättrige blaue Blume an einem Palazzo wächst und blüht? François Loebs Geschichten sind voller Überraschungen, ziehen den Leser mit ihren unerwarteten Wendungen in den venezianischen Bann. Wie in den verwirrenden Gässchen und Gassen Venedigs, so offenbaren sich auch in diesem Buch immer neue Aus- und Ansichten, als seien die Sätze und Seiten mit einem Pinsel gemalt und deren Ränder löchrig und ziseliert. Die grosse Liebe des Autors zu Venedig strahlt aus jeder der feinen Formulierungen und erhellt manch gar gespenstische Geschichte, Loeb führt wie mit laternenbewehrter Hand den lesenden Gast sicher durch diese beinahe nicht überschaubare Kanal- und Geschichtslandschaft.François Loeb, geb. 1940 in Bern. 1965 Diplom der Wirtschaftswissenschaften in St. Gallen. 27 Jahre lang Unternehmensleiter des Traditionskaufhauses Loeb in Bern. 1987-1999 Schweizer Nationalrat. Lebt heute im Schwarzwald.